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Lange Nacht der Forschung im Weltmuseum Wien – Eintritt frei!

13. April 18:00 bis 23:00

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Es ist wieder Zeit für Die Lange Nacht der Forschung! Wir bieten euch heuer ein vielfältiges Programm, welches euch einen Einblick in unsere unterschiedlichen wissenschaftlichen Anforderungen ermöglicht. Anhand von Präsentationen, Vorträgen, Gesprächen und Mitmachstationen für Erwachsene wie auch Kinder wird an die kuratorische und konservatorische Arbeit für eine außereuropäische Sammlung herangeführt.

++ DIE STATIONEN ++

1. Den Dingen auf den Grund gehen!
[BESONDERS FÜR KINDER]
Die Objekte des Weltmuseums Wien wurden aus den unterschiedlichsten, überraschendsten und ungewöhnlichsten Materialien aus der ganzen Welt hergestellt.
Werfe zusammen mit zwei Konservatorinnen, Christiane Jordan und Barbara Pönighaus-Matuella, einen Blick auf diese einzigartige Vielfalt: Mithilfe verschiedener Mikroskope entdeckst du bemerkenswerte Besonderheiten ausgewählter Materialien und verstehst, wodurch bestimmte Veränderungen und Schäden an den Objekten entstanden sind.
Diese Mitmachstation ist auch für Kinder ab 6 Jahren geeignet.
Wann? 18–20 Uhr im Saal Südsee: Begegnung mit dem verlorenen Paradies

2. Der Grabstein des Jakob Eduard Polak
Dr. Axel Steinmann spricht über seine Forschung zu Jakob Eduard Polak (1818–1891), der zu den wichtigsten Kultur- und Wissensvermittlern zwischen Österreich und dem Iran zählt. Mit seinem zweibändigen Werk Persien. Das Land und seine Bewohner legte Polak eine erste neuzeitliche, umfassende Darstellung dieses Landes vor. Er unterrichtete an der Universität Wien Neupersisch, veröffentlichte ein Deutsch-Persisches Konversations-Wörterbuch und verfasste medizinische Bücher und Abhandlungen in persischer Sprache. Aufgrund seiner Leidenschaft für Persien wird er in Wien als „Perser-Polak“ bekannt.
Wann? 18–19.30 Uhr im Saal Der Orient vor der Haustüre

3. Ein Gespräch zum Quetzalfeder-Kopfschmuck
Die erste bekannte Erwähnung des wohl bekanntesten Objekts des Weltmuseums Wien, des Federkopfschmuckes, findet sich 1596 als „Mörischer Huet“ im Inventar der Sammlung Erzherzog Ferdinands II. von Tirol auf Schloss Ambras. Anfang des 19. Jahrhunderts kam er nach Wien. Bei der Restaurierung im Jahr 1878 wurden Federn und Metallteile ergänzt. Da damals angenommen wurde, er sei ursprünglich eine Standarte und nicht ein dreidimensionaler Kopfschmuck gewesen, entstand die flache Präsentation. Seine Zerbrechlichkeit lässt eine Korrektur nicht mehr zu. Im persönlichen Gespräch mit dem zuständigen Kurator, Gerard van Bussel, kann man Fragen zu diesem bekannten und nicht unumstrittenen Objekt stellen.
Wann? 18–20.30 Uhr im Saal Geschichten aus Mesoamerika

4. Was in aller Welt ist Einhängen und Verschlingen?
[BESONDERS FÜR KINDER]
Anhand dieser Mitmachstation hast du die Möglichkeit, unter der Leitung von Sophie Fürnkranz, Textil-Konservatorin, verschiedene Maschenstofftechniken auszuprobieren. Am Infostand werden die textilen Techniken Einhängen, Verschlingen und Verknoten erklärt, die mittels einem fortlaufenden Faden gebildet werden. Solche Einfadentechniken werden überall auf der Welt angewandt – Beispiele hierfür gibt es zahlreiche in der Schausammlung. An der Station lernst du verschiedenste Einhänge- und Verschlingtechniken praktisch kennen; deine selbstgemachten Knoten kannst du auch mitnehmen.
Diese Mitmachstation ist auch für Kinder ab 6 Jahren geeignet.
Wann? 18–21 Uhr im Kaleidoskop Studio

5. Research in the Mongolian Steppe. Cooperation Projects with Weltmuseum Wien
(Vortrag in englischer Sprache)
In this presentation Maria-Katharina Lang & Tsetsentsolmon Baatarnaran (both Institute for Social Anthropology, Austrian Academy of Sciences) will give an overview on past and current research projects in Mongolia. The projects take objects from the collections of the Weltmuseum Wien as starting points and as links to show entangled histories. Artefacts are also fragments of dispersed and connected (life) histories along the old and new steppe and silk roads.
Wann? 18.30–19.15, 20–20.45 Uhr im WMW Forum

6. Sharing Stories – ein multiperspektivisches Erzählexperiment
Im Rahmen des Projekts Sharing Stories wurden unterschiedliche Menschen dazu eingeladen, einen jeweils für sie bedeutenden Gegenstand auszuwählen und dessen Geschichte zu erzählen. Zusammen mit unterschiedlichen KooperationspartnerInnen entstand ein multiperspektivisches Erzählexperiment, das wir in der Ausstellung diskutieren. Wenn du Interesse hast, bringe deinen eigenen Gegenstand und erzähle seine Geschichte für unser kommendes Online-Archiv. Als Gesprächspartnerinnen stehen dir die Kuratorinnen Karin Schneider (Kunstvermittlerin) und Bianca Figl (Projektleiterin) zur Verfügung.
Wann? 19–22 Uhr in der Ausstellung Sharing Stories. Dinge sprechen

7. Modell einer Daimyō-Residenz. Restauratorische und kuratorische Herausfoderung
Die Restaurierung des Architekturmodells einer Daimyō-Residenz war ein dreijähriges Projekt. Ziel war ein gepflegtes Erscheinungsbild des Modells entsprechend der japanischen Architektur. Dr. Bettina Zorn (Kuratorin) und Mag. Florian Rainer (Konservator) geben Aufschluss über die besonderen Herausforderungen dieses komplexen Projektes. Das gesamte Modell war stark verschmutzt, Feuchtigkeit und Abrieb führten zu Verlust von Malschichten. Ein großer Teil der Dachziegel fehlte, ca. 15.000 Stück waren nötig, um die Dachflächen schließen zu können. Diese wurden von der TU Wien aus Dentalgips erzeugt, bei uns bekamen sie ihr Finish. Zahlreiche fehlende Holzteile wurden aus japanischem Holz detailgenau angefertigt.
Wann? 20–22 Uhr im Saal 1873 – Japan kommt nach Europa

8. Wertfreie Forschung?
Die sogenannte Wiener Schule für Völkerkunde war in der ersten Hälfte des vorigen Jahrhunderts nicht nur in akademischen, sondern auch in gesellschaftlichen Debatten eine einflussreiche Stimme. Die katholische Prägung der Forscher war jedoch damals wie heute ein Kritikpunkt an deren Theorien. Doch gibt es eine wertfreie Forschung? Reinhard Blumauer wird in die Fragestellung einführen und für Diskussionen bereitstehen.
Wann? 20–22.30 Uhr im Saal Kulturkampf in Wien

9. Out of the Box – Bewegte Welten
Die Ausstellung Out of the Box – Bewegte Welten setzt bewegte Lebenswelten von WienerInnen mit Museumsobjekten in Dialog. Menschen mit unterschiedlichen Hintergründen und Geschichten kommentieren Objekte des Weltmuseums Wien aus ihrer Perspektive. Die Mitwirkenden sind Teil von UrbanNomadMixes, einer Gruppe von in Wien lebenden Menschen mit transkulturellen Erfahrungen. Die Ausstellung wurde im Rahmen des EU-geförderten Kooperationsprojekts SWICH – Sharing a World of Inclusion, Creativity and Heritage entwickelt.
Für die Lange Nacht der Forschung sind unter anderem VertreterInnen von UrbanNomadMixes, Camilo Antonio (Initiator UrbanNomadMixes), Jani Kuhnt-Saptodewo und Doris Prlic (beide Weltmuseum Wien) anwesend.
Wann? 20–23 Uhr im Korridor des Staunens / Ausstellung Out of the Box

10. Erbeutet? Geschenkt? Getauscht?
Wie sind Objekte in das Weltmuseum Wien gekommen und wie gehen wir heute mit diesen Tatsachen um? Wie gehen Museen mit Wissenslücken um? Diesen und weiteren Fragen wird von Nadja Haumberger, Kuratorin, anhand von Beispielen aus den Sammlungen von Alfred L. Sigl, Kolonialbeamter im heutigen Tansania, nachgegangen. Im Vordergrund stehen die Herangehensweise an die Sammlungen, die Fragen der kuratorischen Arbeit und der Umgang mit Material aus Archiven wie Briefe, Photographien oder Inventarbandeinträge.
Wann? 21–22.30 Uhr im Saal Im Schatten des Kolonialismus

Weitere Informationen zum Event unter http://www.langenachtderforschung.at.

The Weltmuseum Wien participates in the Long Night of Research and offers various programme highlights, giving insight into the wide range of scientific demands to the Museum. Numerous presentations, lectures, conversations, and interactive stations both for children and adults are dedicated to the curatorial and conservational work with a non-European collection.

++ THE STATIONS ++

1. Getting to the bottom of things!
[ESPECIALLY FOR KIDS]
The countless objects found at the Weltmuseum Wien were made from many different, surprising, and unusual materials from all over the world.
Join the two conservators Christiane Jordan and Barbara Pönighaus-Matuella and discover an exceptional diversity of materials: learn how to use different types of microscopes, explore some of the amazing characteristics of selected materials, and find out more about the reasons for certain changes and damages to the objects.
This interactive station is also interesting to children of at least six years of age.
When? 6–8 pm in the gallery South Seas: Encounters with Paradise Lost

2. Tombstone of Jakob Eduard Polak
Axel Steinmann talks about his research on Jakob Eduard Polak (1818–1891), one of the most important mediators of culture and knowledge between Austria and Iran. In his two-volume masterpiece Persien. Das Land und seine Bewohner (Persia. The Land and its People), Polak presented the first comprehensive, modern portray of the country. Aside from teaching modern Persian at the University of Vienna, he published the Deutsch-Persisches Konversations-Wörterbuch (German-Persian Conversation Dictionary) as well as various medical books and studies in Persian. His passion for Persia was also the reason for his nickname “Persian Polak” in Vienna.
When? 6–7.30 pm in the gallery At the Threshold of the Orient

3. Conversation on the Quetzal Feather Headdress
The oldest known reference of the probably most famous object of the Weltmuseum Wien, the feather headdress, is as a „Moorish hat“, mentioned in the inventory of the collection of Archduke Ferdinand II of Tyrol, at Ambras Castle in 1596. In the nineteenth century, the object was moved to Vienna. During its restoration in 1878, feathers and metal elements were supplemented. Since it was assumed at the time that the object was originally a standard, and not a three-dimensional headpiece, the flat form of presentation was chosen, which can no longer be corrected due to the fragility of the piece. In conversation with the curator in charge, Gerard van Bussel, visitors are invited to discuss and ask about this famous and yet not uncontroversial object.
When? 6–8.30 pm in the gallery Stories from Mesoamerica

4. What on Earth is Linking and Looping?
[ESPECIALLY FOR KIDS]
Headed by textile conservator Sophie Fürnkranz, this interactive station invites guests to try out various knitting and weaving techniques. The information desk explains the textile techniques of linking, looping, and knotting based on a thread that is continuously looped through itself. These single-thread systems are found all across the world – with numerous examples found in the permanent exhibition of the Weltmuseum Wien. Learn all kinds of meshing and knotting techniques, and take your first textile tries back home.
This interactive station is also interesting to children of at least six years of age.
When? 6–9 pm at the Kaleidoscope Studio

5. Research in the Mongolian Steppe. Cooperation Projects with the Weltmuseum Wien
(lecture in English)
In this presentation Maria-Katharina Lang & Tsetsentsolmon Baatarnaran (both Institute for Social Anthropology, Austrian Academy of Sciences) will give an overview on past and current research projects in Mongolia. The projects take objects from the collections of the Weltmuseum Wien as starting points and as links to show entangled histories. Artefacts are also fragments of dispersed and connected (life) histories along the old and new steppe and silk roads.
When? 6.30–7.15 pm, 8–8.45 pm at the WMW Forum

6. Sharing Stories – a Multi-Perspective Storytelling Experiment
The project Sharing Stories invited many different people to bring an object that is important to them and tell its story. In cooperation with our various partners, the project resulted in a multi-perspective storytelling experiment as discussed in the exhibition. If you are interested, bring your own object of choice and tell its a story for our future online archive. Your conversation partners will be the curators Karin Schneider (art educator) and Bianca Figl (project head).
When? 7–10 pm in the exhibition Sharing Stories. Speaking Objects

7. Model of a Daimyō Residence. Curatorial and Conservational Challenges
The renovation of the architecture model of a daimyō residence was a three-year project with the goal of restoring its appearance according to Japanese architecture. Bettina Zorn (curator) and Florian Rainer (conservator) talk about the special challenges in this complex project. Not only had humidity and abrasion resulted in the loss of various layers of paint, but the whole model was also very dirty to begin with. As most of the roof tiles were missing, some 15,000 tiles were needed to close up the roof. They were made by the TU Wien from dental plaster and then finished at the Weltmuseum Wien. Numerous wood elements had to be duplicated in every single detail from Japanese wood.
When? 8–10 pm in the gallery 1873 – Japan comes to Europe

8. Unbiased Research?
The so-called Vienna School of Ethnology was highly influential both in academic and social debates in the first half of the last century. Nevertheless, the Catholic character of the researchers has always been a point of criticism of their theories. Is there such a thing as unbiased research, though? Reinhard Blumauer will provide in introduction and discuss this complex issue.
When? 8–10.30 pm in the gallery Culture War in Vienna

9. Out of the Box – Moving Worlds
The exhibition Out of the Box – Moving Worlds establishes a dialogue between the dynamic environments of people in Vienna and museum objects. In this context, people of different backgrounds and with different stories comment objects of the Weltmuseum Wien from their very own perspective. The contributors are members of UrbanNomadMixes, a Vienna-based group of people with diaspora experiences. Out of the Box was developed within the scope of SWICH – Sharing a World of Inclusion, Creativity and Heritage, and was co-financed by the European Union’s framework programme Creative Europe. On the occasion of the Long Night of Research, visitors will be able to meet members of UrbanNomadMixes, Camilo Antonio (initiator UrbanNomadMixes), Jani Kuhnt-Saptodewo, and Doris Prlic (both Weltmuseum Wien).
8–11 pm in the exhibition Out of the Box / Galleries of Marvel

10. Captured Booty? A Gift? A Trade?
How did exhibition objects end up in the Weltmuseum Wien and how are we dealing with their stories today? How do museums deal with knowledge gaps? The curator Nadja Haumberger discusses these and many more questions based on examples from the collections of Alfred L. Sigl, colonial official in the region of today’s Tanzania. The session will focus on curatorial approaches to collections, questions on their work as curators, and dealing with archival materials, such as letters, photographs, or inventory entries.
When? 9–10.30 pm in the gallery In the Shadow of Colonialism

More information on http://www.langenachtderforschung.at.

Details

Datum:
13. April
Zeit:
18:00 bis 23:00
Veranstaltungskategorie:
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Veranstalter

Weltmuseum Wien

Veranstaltungsort

Weltmuseum Wien
Neue Burg, Heldenplatz
Vienna, 1010 Austria
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