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Sharon Ya’ari: Officers‘ Pool. Opening at Galerie Martin Janda

20. Oktober 19:00 bis 21:00

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Eröffnung: Donnerstag, 20. Oktober 2016
Dauer der Ausstellung: 21.10.–19.11.2016
Öffnungszeiten: Di–Fr, 11–18 Uhr, Sa, 11–16 Uhr

Die Galerie Martin Janda zeigt von 21. Oktober bis 19. November 2016 neue Arbeiten des israelischen Künstlers Sharon Ya’ari.

Strommasten in der Wüste, drei einzelne Palmen hinter einer Straßenverbauung, ein vorbeifahrendes Auto, ein von satten Bäumen und Sträuchern umgebenes Wasserbecken, an dem zwei junge Frauen sitzen. In Sharon Ya’aris neuen Arbeiten stehen sich Un-Orte und Schauplätze verlorener Utopien gegenüber. Sharon Ya’aris Fotografien entstehen ausschließlich in Israel, wo der Künstler lebt und aufgewachsen ist. Ya’ari verwendet Fotografie als ein Mittel „visuellen Denkens“, um Natur, Architektur, Politik, Gesellschaft und Geschichte zu untersuchen.

Vergrößerungen von Dias aus den späten 1960er Jahren, die im Laufe der Zeit ihre Farben verloren und verändert haben, bilden den ersten Teil der Ausstellung. Diese „gefundenen“ Bilder wurden im Norden Israels von Soldaten und Amateurfotografen aufgenommen und als Unterrichtsmittel für didaktische Vorträge verwendet. Wasser und üppige Natur sind die dominierenden und verbindenden Elemente dieser Fotografien: die ins Rot verfärbten, ehemals grün-blauen Szenerien sind Zeugnisse der vergangenen Utopie eines „neuen Europas“ im Nahen Osten. Eine Idee von Natur und Landschaft, der viele der Immigranten aus Europa und Russland folgten und die sie, einmal angekommen, vor Ort umzusetzen versuchten. The Sea of Galilee 1969 (2016) zeigt den See Genezareth von Osten her: ein Blick, der nicht nur die Bedeutung des Sees als wichtigste Wasserquelle der Region hervorhebt, sondern auch dessen religiöse, historische und ikonographische Aufladung betont. Officers’ Pool 1969 (2016) führt uns in die Golan-Höhen, wo in den 1960er Jahren an einer natürlichen Quelle ein Wasserbecken für Soldaten der syrischen Armee gebaut wurde. Jahrzehnte später ist der Pool zu einer Attraktion für Wanderer und Naturliebhaber geworden. Freizeit, Erholung und Eskapismus verschmelzen mit Politik und Geschichte.

Dem satten Rot der ersten Werkgruppe der Ausstellung steht die staubig verblasste, gelbe Farbigkeit der Fotografien im zweiten Teil gegenüber. Diese wirken wie das Unterbewusste der Arbeiten im ersten Teil. Sharon Ya’ari hat diese Bilder während der letzten zwei Jahre im Süden des Landes entlang der Hauptstraße, die an die ägyptische Grenze führt, fotografiert. In jüngster Zeit wurde hier, nahe der Staatsgrenze, neben Militärlagern ein Auffanglager für afrikanische Flüchtlinge errichtet. Eine Sackgasse in beide Richtungen.

Mit der Serie der roten Fotografien im ersten Teil der Ausstellung bewegen wir uns auf einer bildlichen Zeitachse von der Gegenwart in die Vergangenheit. Im zweiten Teil wird unser Blick auf eine aktuelle, festgefahrene Situation gerichtet. Der Blick in die Zukunft bleibt verwehrt.

http://www.martinjanda.at/de/ausstellungen/2016/10/176/sharon-yaari-officers-pool/#photo-1

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Opening: Thursday, 20 October 2016
Exhibition runs: 21.10.–19.11.2016
Opening hours: Tue–Fri, 11 am–6 pm, Sat 11 am–4 pm

Galerie Martin Janda is pleased to show new works of Israeli artist Sharon Ya’ari between 21st October and 19th November 2016.

Pylons in the desert, three individual palm trees behind a road structure, a passing car, a pool amidst lush trees and bushes where two young women sit. Non-spaces and places of lost utopias are confronting each other in the new works of Sharon Ya’ari who takes his photographs only in Israel where he lives and grew up. Ya’ari uses photography as a means of “visual thinking” in order to explore nature, architecture, politics, society and history.

The first part of the exhibition comprises blow-ups of slides from the late 1960s that have lost and changed their colours over time. These “found-footage” pictures were taken by soldiers and amateur photographers in the north of Israel and were used as teaching materials for didactic lectures. Water and lush nature form the dominant and connecting elements of these photographs, with the formerly green-blue scenarios now dipped in red, bearing testimony to the past utopia of a “new Europe” in the Middle East; an idea of nature and landscape which many immigrants from Europe and Russia followed and tried to implement upon arrival. The Sea of Galilee 1969 (2016) shows Lake Kinneret from the east; a view which not only stresses the significance of the lake as the region’s main water source but also emphasises its religious, historical and iconographic dimension. Officers’ Pool 1969 (2016) takes us to the Golan Heights where a pool was built for soldiers of the Syrian army in the 1960s at a natural well. Decades later the pool became an attraction for hikers and nature lovers. Leisure, recreation and escapism merge with politics and history.

The rich red of the exhibition’s first group of works is contrasted with the dusty faded, yellow tint of the photographs in the second part. They seem to represent the subconscious of the works in the first part. Sharon Ya’ari has taken these images in the past two years in the southern part of the country along the main road that leads to the Egyptian border. In recent times, a detention camp for African refugees has been established there, close to the border next to military camps. A cul-de-sac in both directions.

The series of red photographs moves on a visual time axis from the present into the past while the second part of the exhibition directs our gaze towards the current, deadlocked situation without offering an outlook into the future.

http://www.martinjanda.at/en/exhibitions/2016/10/176/sharon-yaari-officers-pool/

Details

Datum:
20. Oktober
Zeit:
19:00 bis 21:00
Veranstaltungskategorie:
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Veranstalter

Galerie Martin Janda

Veranstaltungsort

Galerie Martin Janda
Eschenbachgasse 11
Vienna, 1010 Austria

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