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Vernissage – Working Knowledge

11. April 19:00 bis 21:00

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Künstler_innen: Julia Amelie, Pawel Szostak, Mara Novak, Jen Noh, Thomas Wagensommerer
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Kuratiert von Nika Kupyrova

Grafik Titelbild: Mara Novak

Ausstellungsdauer: bis 27.5.2016
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Die Ausstellung wird gezeigt im Rahmen einer Kooperation zwischen Galerie IG Bildende Kunst und TransArts, Universität für Angewandte Kunst
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Der Ausdruck „working knowledge“ (Grundkenntnisse) wird oft im Zusammenhang mit der Beherrschung von Fremdsprachen benutzt: gerade ausreichend, um im Arbeitsalltag zu funktionieren. Im Allgemeinen wird mit dem nicht fließenden Sprechen einer Sprache ein Manko assoziiert. Das Verzerren des Informationsflusses durch Sprachdefizite legt jedoch sprachliche Strukturen offen, die das Wesen der Sprache erst begreifbar machen.

Die ersten Ideen zu diesem Projekt entstanden während eines Workshops mit der Künstlerin und Documenta 12-Teilnehmerin Imogen Stidworthy aus Liverpool. Ihre Arbeiten, wie etwa „The Whisper Heard“ – eine Gegenüberstellung eines dreijährigen Kindes beim Lernen einer Sprache mit einer unter Aphasie leidenden Person, die durch einen Schlaganfall die Fähigkeit zu sprechen verlernt hatte und die Sprache erst wieder neu konstruieren musste – führten zu Diskussionen über die Funktion und das Generieren von Sprache, was auf breites Interesse bei den Studierenden der TransArts-Klasse stieß. „Wenn Sprache nicht funktioniert, findet man heraus, wie Sprache funktioniert“, meint Stidworthy. In diesem Sinne beschäftigen sich die künstlerischen Positionen in dieser Ausstellung mit dem Versagen von Sprache, sei es ein gescheiterter Dialog, eine misslungene Übersetzung oder das Unvermögen der Interpretation.

Als Projekt, das im Rahmen der TransArts-Plattform „Un_University“ zu Formen der Lehre entwickelt wurde, teilt „Working Knowledge“ einige Fragestellungen mit dem Forum. „Un_University“ wirft einen kritischen Blick auf akademische Lehrformate im Kunstkontext und betrachtet daher auch die Fehlerhaftigkeit von Lernen als eigene Methodik.

Nika Kupyrova

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“Working knowledge” is the term commonly used to identify foreign language proficiency: although enough to ‘work,’ it is often perceived as lacking, not fluent.
And yet, the deficiencies of language distort the information intake and lay open the language structure, allowing us to see the language in the making.

The first ideas for this project came about during the workshop by the Liverpool-based artist and Documenta 12 participant Imogen Stidworthy. Her works, such as “The Whisper Heard”, juxtaposing a child of three learning a language with a person with aphasia, who lost the ability to speak due to a stroke and has to construct the language anew, brought about the discussion about the function and creation of language and helped formulate interests shared by many in the class of TransArts. “When the language is not working you find out how language works” claims Stidworthy – and indeed the artistic positions in this exhibition are about the failure of language, whether it is a failure of a dialogue, a failure of translation, or a failure to interpret.

A project realized within the framework of „Un_University: TransArts platform on forms of teaching and learning“, „Working knowledge“ finds common ground with some of the issues raised in the forum. As „Un_University“ takes a critical look at academic formats of learning within the art context, it also contemplates the imperfection of learning as a method in itself.

Nika Kupyrova

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The exhibition will be shown in the framework of a collaborative project by Galerie IG Bildende Kunst and TransArts, Universität für angewandte Kunst.

Details

Datum:
11. April
Zeit:
19:00 bis 21:00
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Veranstalter

IG Bildende Kunst

Veranstaltungsort

IG Bildende Kunst
Gumpendorfer Straße 10-12
Vienna, 1060 Austria

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