Perseiden – Sternschnuppen über Wien beobachten und fotografieren

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Jedes Jahr in der ersten Augusthälfte kann man ein wunderschönes Himmelsspektakel beobachten. Die Perseiden sind ein Meteorstrom der auf der Erde Sternschnuppen in ungewöhnlich hoher Dichte regnen lässt. In der Nacht von Freitag (12.08) auf Samstag (13.08) zwischen 22 und 4 Uhr ist es wieder soweit. Wo die besten Beobachtungsplätze in und rund um Wien sind und wie man dieses Himmelsschauspiel gut fotografieren kann, hab ich für euch recherchiert. In diesem Sinne – schönes Sternderlschauen 🙂
Übrigens der beste Zeitraum zur Beobachtung der Perseiden 2016 ist am 12. August zwischen 0:18 und 4:30h

Gute Plätze für die Himmelsbeobachtung:

Sternwarten und Astronomie-Vereine bieten am 12. August Veranstaltungen zur Beobachtung der Perseiden an. Die Mitnahme von Picknickdecken wird empfohlen. Die Teilnahme ist kostenlos.

Perseiden-Party beim Planetarium Wien
Termin: 12. August 2016,  19 – 23 Uhr
Ort: Planetarium Wien, 2., Oswald Thomas-Platz 1
Restkarten gibt es eventuell noch telefonisch unter 01 89 174 150 000

Perseidenparty 2016 – WAA (Wiener Arbeitsgemeinschaft für Astronomie)
http://www.waa.at/
Termin: 12. August 2016, ab 21 Uhr
Ort:  Sofienalpe
Alle Infos in unserer Eventvorschau.

Perseiden 2016 – Sommernacht der Sternschnuppen – Kuffner Sternwarte
Beobachtungs-Spaziergang in Großmugl (Niederösterreich)
http://kuffner-sternwarte.at/2016/Perseiden_2016.php
Termin: 11. – 14. August 2016, ab 22 Uhr
Treffpunkt: Gasthaus Schillinger, 2002 Großmugl

Tipps für schöne Sternschnuppenfotografien:

1. Je weniger Restlicht den Nachthimmel verschmutzt, desto besser für’s Sterne beobachten. Eine gute Hilfe dafür ist eine sogenannte Lichtverschmutzungs-Karte → 2. Ihr braucht :

  • Eine Kamera bei der man Blende, Belichtungszeit und Fokus manuell einstellen kann.
  • Ein Objektiv mit kurzer Brennweite – also ein Weitwinkel-Objektiv oder gar ein Fisheye – ihr müsst versuchen so viel Himmel – wie möglich einzufangen.
  • Ein Stativ
  • Ein Fernauslöser garantiert verwacklungsfreie Bilder – es geht allerdings auch mit dem Selbstauslöser.
  • eine Taschenlampe ist immer eine gute Hilfe.

3. Kamera-Enstellungen:

  • Modus „manuell“
  • Der Fokus sollte auf unendlich eingestellt werden. Fokussiert zunächst auf ein weit entferntes Gebäude oder Baum ect. dann schaltet den Autofokus ab und richtet die Kamera auf den Himmel aus.
  • Die Belichtungszeit ermittelt ihr ganz einfach mit der 500er-Regel. Einfach 500 / die Brennweite, das Ergebnis ist eure Belichtungszeit. Praxisbeispiel: Ihr habt ein 28mm Objektiv dann lautet die Rechnung 500÷28=17,8. Ihr stellt also einen Wert 17 Sek. – 18 Sek. ein, dann sollte euer Sternschnuppenbild perfekt werden. Achtung bei Kameras mit APS-C Sensor, da müsst ihr den Cropfaktor beachten. Also zuerst die Brennweite des Objektivs mit dem Cropfaktor multiplizieren (bei Canon ist das z.B. 1,6, bei Nikon 1,5).
  • Bei Spiegelreflexkameras sollte bei langen Belichtungszeiten die Spiegelvorauslösung deaktiviert werden um Erschütterungen des Spiegels zu vermeiden.
  • Die Blende wird so groß wie möglich gewählt (also kleine Blendenzahl z.B. f/2,8).
  • Wenn Ihr nun mit diesen Parametern belichtet, werdet ihr allerdings nicht so viele Sterne auf dem Einzelbild sehen, wie ihr mit dem Auge tatsächlich wahrgenommen habt, da viele Sterne als graue Punkte untergehen. Aber Sternschnuppen sind wesentlich heller als Sterne, daher funktionieren diese Einstellungen recht gut.

4. Die Kamera nach Nordosten ausrichten, dort kommen die meisten Sternschnuppen herunter.

Es gibt mehrere Möglichkeiten der Sternschnuppenfotografie, ich habe euch einen einfachen Weg herausgesucht.

Über den Autor

Grüß Euch, ich habe Vienna Inside ins Leben gerufen um euch die vielen Facetten der Wiener Stadt zu zeigen. Wien ist cool und gleichzeitig wunderschön. Die Stadt hat tolle Einwohner, die wunderbare Events machen, tolles Essen zaubern und auch so richtig zu feiern wissen. Ich stecke mit meiner Kamera mitten drin und bringe euch meine Eindrücke in Fotostorys mit. Ich schaue hinter die Kulissen, in die Kochtöpfe oder auch in die verborgenen Ecken dieser Stadt. Ursprünglich komme ich aus dem Design-Bereich, aber mittlerweile sind die Fotografie und das Visual Storytelling meine Profession und Leidenschaft geworden. Ach, und über Feedback freue ich mich immer sehr, also kommentiert ruhig ;-)

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  1. Pingback: Wohin in Wien – Veranstaltungstipps 11.08. – 17.08.2016 - ViennaInside.at

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