Es mag nicht leicht sein, neben dem weltberühmten und viel gerühmten „großen Bruder“ seinen Platz zu finden und sich einen eigenen Namen zu machen: die Rede ist in diesem Fall von österreichischem Fußball, der stets im Schatten der Fußballnation Deutschland steht und auf der europäischen Arena schnell vergessen wird. Weltweit sieht es noch dunkler aus – die österreichische Nationalmannschaft schafft es gerade sieben Mal zur WM-Qualifizierung, und das über en Zeitraum von 1934 und 1998. Dennoch konnte man durchwegs einige überraschende Erfolge verbuchen, und ist auch derzeit auf dem besten Weg zur Champions League Beteiligung.

Wenngleich Österreich oft als vergessenes Kind im Fußball gilt, kann die Nation doch auf einige beachtliche Erfolge zurückblicken, wie auch diverse weltberühmte Spieler für sich verbuchen. 1927/30 wie auch 1933/35 belegte Österreich den zweiten Platz im Europapokal, dem Vorgänger der Europa-Meisterschaft, 1948/53 und 1955/60 schaffte es die Nationalmannschaft auf Platz drei. 2008 war sie dann bei der EM dabei, jedoch nur als Co-Gastgeber und damit automatisch qualifiziert. Zur ersten und einzigen richtigen Qualifizierung kam es 2016, wo man es jedoch nicht bis in die Finalrunde schaffte. Interessant ist auch die Bilanz der Länderspiele gegen Deutschland: dabei ging zwar Deutschland aus den 40 ausgetragenen Spielen (Stand 2018) 25 Mal als Sieger hervor, sechsmal kam es zu einem Unentschieden, doch ganz neunmal gewann Österreich.

Was auch nicht vergessen werden sollte: einige österreichische Spieler gelangten zu weltweitem Ruhm. Darunter beispielsweise Robert Sara, einstiger Kapitän der Nationalmannschaft und mitverantwortlich für das „Wunder von Cordóba“ 1978, als Österreich in der Zwischenrunde der Weltmeisterschaft in Argentinien den amtierenden Weltmeister Deutschland 3:2 besiegte. Toni Polster und Andreas Herzog sind weitere berühmte Namen des österreichischen Fußballs. Unvergessen ist auch Hans Krankl, der zwischen 1973 und 1988 fünfmal zum nationalen Fußballer des Jahres gekürt wurde, und später auch zum spanischen Torschützenkönig 1979, als er für den FC Barcelona spielte. Marko Arnautovic macht sich derzeit beim Shanghai SIPG einen Namen, Martin Harnik spielte bereits für den VfB Stuttgart wie auch für Werder Bremen. Seit langem weltbekannt bekannt ist natürlich auch David Albaba, der bereits seit 2010 für den FC Bayern spielte, seinen Vertrag nach Ablauf Ende Juni diesen Jahres jedoch nicht verlängern wird. Der österreichischen Nationalmannschaft bleibt der 28-jährige Verteidiger und Mittelfeldspieler jedoch natürlich weiterhin erhalten.

Derzeit wandelt sich das Blatt für den österreichischen Fußball, denn sowohl der FK Austria Wien wie auch der SK Rapid Wien haben derzeit gute Chancen auf eine Champions League Qualifikation. Am 22. Mai sicherte sich Rapid die Vizemeisterschaft der Bundesliga und darf damit zur Qualifikation antreten. Austria setzte sich im Europacup-Play-Off-Halbfinale der Bundesliga durch, wo derzeit Red Bull Salzburg die Rangliste anführt, dicht gefolgt vom LASK auf Rang 2, Rapid Wien auf Platz 3 und Sturm Graz auf Rang 4.

Fotocredit: Bence Balla-Schottner / Unspla

Nicht nur die aktuellen Erfolge ihrer Mannschaften spornen die österreichischen Fans derzeit an, Fußball wird  zudem immer interaktiver und noch spannender: Die Teams können nicht nur über den TV angefeuert werden, besonders beliebt und immer weiter verbreitet werden aktuell auch Fußball Wetten, bei denen die Anhänger durch den Sieg ihrer Mannschaft gleichzeitig zum Geldsegen kommen können. Besonders populär sind dabei Live-Wetten, die während des Spielverlaufs abgegeben werden, sei es auf das nächste Tor, die nächste Ecke, Tore in der Restzeit und viele andere Spielereignisse mehr. Dabei erhöht sich natürlich die Quote, wenn auf einen Außenseiter gesetzt wird – siegt dieser dann überraschend, sind die Gewinnsummen um so höher, denn je größer das Risiko des Einsatzes und je geringer die Tipps auf diesen Verein, umso besser die Quote. In der letzten Zeit überraschten gerade die österreichischen Vereine mit hervorragender Spielleistung – Wettexperten sind also durchaus angeraten schnell auf diese Teams zu setzen, bevor die Quote sinkt.

Dies gilt nicht nur für Bundesligaspiele, sondern beispielsweise auch, wer es diese Saison von der zweiten in die erste Liga schaffen wird. Klagenfurt steht hier ganz oben auf der Liste der möglichen Aufsteiger – nach dem unerwarteten 2:1 gegen Rapid II. Klagenfurt-Coach Peter Pacult äußerte sich nach dem Sieg man sei froh, das „Unmögliche noch geschafft“ zu haben und wies damit darauf hin, dass österreichische Teams immer für eine unerwartete Wendung gut sind – wenngleich es oft an Selbstvertrauen mangelt.

Keine Wunder ereigneten sich dann beim Spiel der Klagenfurter gegen den Letztplatzierten St. Pölten, der seit 13 Spielen siegerlos war. Austria Klagenfurt schlug den Gegner im Wörthersee Stadion am 26. Mai mit einem klaren 4:0, womit man nun mit „eineinhalb Füßen in der Bundesliga“ steht, während St. Pölten der Abstieg in die 2. Liga bevorsteht.

Die vielen unerwarteten Wendungen im österreichischen Fußball sorgen natürlich für Aufmerksamkeit, nicht zuletzt bei begeisterten Anhängern von Sportwetten. Denn gerade, wenn sich schlagartige Veränderungen ergeben, birgt das gute Chancen für größere Gewinne, und auch wenn das Land nicht als Fußballnation bekannt ist, kommt es dadurch derzeit zu neuer Berühmtheit bei Online Wettanbietern und Buchmachern. Derzeit steht Österreich vor dem Wiederanpfiff der Gruppenphasen des Europa-Cup sehr gut da und befindet sich auf Platz 10, mit klarem Vorsprung zur Schottland, der Ukraine sowie der Türkei, nicht zuletzt dank der großartigen Saisonleistungen des FC Salzburg, LASK, Rapid Wien und des Wolfburger AC.

Über den Autor

Grüß Euch, neben Christine bin ich die 2te Hälfte und der Videograf von ViennaInside. Gemeinsam teilen wir mit euch unsere Entdeckungsreisen durch Wien und vielen anderen schönen Orten. Ursprünglich komme ich aus dem Online Marketing Bereich und Webcreation Bereich. Mittlerweile sind Content Erstellung und Content Marketing meine Schwerpunkte.

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