Die österreichische Bundesliga ist für viele Fußballfans ein beliebter Zeitvertreib. Abseits des massiven Drucks von Ligen wie der Deutschen Bundesliga und der italienischen Serie A freuen sich Fußballfans über die echte Leidenschaft für den Sport, die man hier noch regelmäßig beobachten kann. Und ebendiese Leidenschaft macht sich gerade bei den Anhängern von Austria Wien bemerkbar. Neben Sportfans interessieren sich natürlich besonders die Genießer von Fußballwetten in Österreich für das Team und dafür, wie es sich in der nächsten Spielzeit schlagen wird.
Wie sah die letzte Saison aus?
Als eines der Top Teams hatte Austria Wien eine gute Saison und fand sich am Ende der Spielzeit auf Platz 3 der Tabelle wieder. Natürlich wünscht man sich immer ein bisschen mehr, aber generell kann man von einer soliden Saison sprechen. Damit hat sich das Team übrigens auch für die Conference League qualifiziert. Das eröffnet neue Möglichkeiten, aber auch neue Belastungen für die kommende Saison. Viel hängt dabei natürlich von den Entscheidungen des Trainers und des Teams im Management ab.
Der Trainer
Mit Stephan Helm hat Austria Wien einen erfahrenen Coach an Bord, der nach einer erfolgreichen Profikarriere ohne große Mühe auf die Trainerbank wechselte. Stephan Helm ist allerdings erst seit 2024 Cheftrainer bei den Wiener Jungs und hat daher noch einiges an Eingewöhnungsarbeit zu leisten. Dabei legt er viel Wert darauf, dem violetten Kader etwas mehr Flexibilität beizubringen, besonders im Mittelfeld. Generell ging seine Strategie in der letzten Saison auf. Für diese Saison geht es also in erster Linie um die Feinjustierung. Dabei werden natürlich einige Entscheidungen nötig sein, was den Kader selbst angeht, um entscheidende Lücken zu schließen.

First Vienna FC 1894 –
Stadion Hohe Warte Fotocredit: Geiserich77 – Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0, Wikipedia
Was tut sich im Kader?
Natürlich muss man das ein oder andere an der Mannschaft anpassen, um sich auf die kommenden Herausforderungen vorzubereiten. Der Trainer versucht, gezielt Lücken zu schließen. Deswegen wird der Angriff unter anderem mit Kelvin Boateng verstärkt. Der Stürmer war zuletzt bei First Vienna FC unter Vertrag. Ebenfalls im Angriff ist Johannes Eggestein aktiv. Er kommt aus dem hohen Norden, nämlich vom FC St. Pauli. Mit Kang-Hee Lee und Tae-Seok Lee kommen zwei Koreaner in die Alpenhauptstadt, um die Flexibilität zu verbessern. Der indische Österreicher Manprit Sarkaria war bis vor kurzem beim chinesischen Verein Shenzhen Peng City FC unter Vertrag und kehrt nun zurück in die Heimat. Und auch der an den Grazer AK verliehene Romeo Vucic meldet sich in der Generali Arena zurück.
Relevante Abgänge
Während man an einer Stelle die Lücken schließt, geht es an anderer Stelle darum, die Überflüsse loszuwerden. David Ewemade hat sich von Austria Wien verabschiedet, um sich neuen Herausforderungen zu stellen. Marvin Potzmann wechselt zudem zum TuS Bad Waltersdorf. Moritz Wels wird an den TSC Tirol ausgeliehen. Und Matteo Pérez Vinlöf geht nun nach dem Ende seiner Leihe zurück zum FC Bayern München. Das Team ist also stärker fokussiert und hat klare Veränderungen im Mittelfeld und besonders im Angriff erlebt. Daraus lässt sich natürlich ein Stück weit auch die Strategie für die Saison ablesen, die Stephan Helm sich in sein Notizbuch geschrieben hat.
Nationale und internationale Ziele
Wie für jede Mannschaft geht es für Austria Wien in erster Linie um den Gewinn der Meisterschaft. Dieses Ziel hat sich Stephan Helm auf die Fahnen geschrieben und das Team wurde auch speziell auf diese Herausforderung hin abgestimmt. Und wenn es nicht die Meisterschaft sein kann, dann liegt das Hauptaugenmerk auf einem zweiten Platz. Damit würde sich der Verein nämlich auf alle Fälle für die Teilnahme an der Champions League qualifizieren. Das bringt Augen, Aufmerksamkeit und nicht zuletzt natürlich eine finanzielle Erstarkung zum Verein. Unabhängig davon ist Austria Wien natürlich für die Conference League qualifiziert. Ein paar internationale Termine müssen sich die Veilchen also auf jeden Fall im Kalender markieren.

Allianz Arena – Fotocredit: ViennaInside / Christine Khom
Die Erzrivalen
Als der größte Rivale der Austria Wien gilt natürlich der Derby-Gegner SK Rapid Wien. Mit dem weiß-grünen Team verbindet die Lilanen eine Hassliebe. Im Moment steht SK Rapid einen Platz über Austria Wien, was natürlich auf eine heiße nächste Saison hoffen lässt. Das Wiener Derby verspricht also Fußball der Extraklasse. Und als amtierender Meister ist Sturm Graz natürlich ein enger Mitbewerber, wenn es um die Spitze der Tabelle geht. Die Rivalität ist hier nicht ganz so leidenschaftlich geprägt, aber auch professionell kann man sich gegenseitig einen hohen Druck aufbauen.
Ausblick auf die kommende Saison
Die Prognose über die Meisterschaft ist immer eine verzwickte Angelegenheit. Allerdings kann man sagen, dass die Zeichen für Austria Wien gut stehen. Der Trainer hatte eine Saison Zeit, um sich einzufinden. Nun kann er seine Strategien entfalten und das Team an seine Spielweise anpassen. Der Kader darf sich über einige talentierte Neuzugänge freuen und die Fans auf einen leidenschaftlichen Fußball. Jetzt heißt es nur noch hart trainieren und im geeigneten Moment zuschlagen. Und ein bisschen Glück gehört natürlich auch immer mit dazu.
