Betrunkener droht Casino-Security – Festnahme in der Leopoldstadt
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Betrunkener droht Casino-Security – Festnahme in der Leopoldstadt

von Thomas Khom

Ein eskalierter Streit vor einem Casino in Wien-Leopoldstadt endete am Samstagabend mit einer Festnahme. Ein stark alkoholisierter Mann hatte einen Sicherheitsmitarbeiter mit dem Tod bedroht, nachdem ihm der Zutritt zum Glücksspielbetrieb verwehrt wurde.

Der Vorfall ereignete sich am 18. Oktober 2025 gegen 22:15 Uhr vor einem Casino im 2. Wiener Gemeindebezirk. Ein 44-jähriger Mann wollte die Spielstätte betreten, wurde jedoch von einer Mitarbeiterin und einem Sicherheitsdienst-Mitarbeiter bereits am Eingang gestoppt. Der Grund: Der Mann war augenscheinlich stark betrunken und machte einen erheblich alkoholisierten Eindruck.

Von aggressiv zu handgreiflich

Was als routinemäßige Zutrittsverweigerung begann, eskalierte binnen weniger Minuten. Der 44-Jährige reagierte zunächst verbal aggressiv auf die Entscheidung des Personals. Als die Mitarbeiter bei ihrer Entscheidung blieben und ihm weiterhin den Zutritt verweigerten, wurde der Mann zunehmend aufbrausender.

Die Situation spitzte sich dramatisch zu, als der Betrunkene vom verbalen auf das körperliche Niveau wechselte. Er wurde gegenüber dem Sicherheitsmitarbeiter handgreiflich und soll diesen schließlich sogar mit dem Umbringen bedroht haben, wie die Landespolizeidirektion Wien mitteilte.

Polizeieinsatz am Praterstern

Die Casino-Mitarbeiter alarmierten umgehend die Exekutive. Beamte der nahegelegenen Polizeiinspektion Praterstern rückten zum Einsatzort aus und konnten den aggressiven Mann vor Ort antreffen. Die Polizisten nahmen den 44-Jährigen vorläufig fest, um weitere Eskalationen zu verhindern.

Ein vor Ort durchgeführter Alkoholtest brachte das erwartete Ergebnis: Der Mann wies einen Alkoholwert von 2,6 Promille auf – ein Wert, der weit über der Grenze zur schweren Beeinträchtigung liegt. Bei dieser Alkoholkonzentration sind bereits erhebliche Ausfallerscheinungen, Orientierungslosigkeit und stark eingeschränkte Reaktionsfähigkeit die Regel.

Rechtliche Konsequenzen drohen

Dem 44-Jährigen drohen nun ernsthafte rechtliche Konsequenzen. Die gefährliche Drohung gegen den Sicherheitsmitarbeiter ist kein Kavaliersdelikt und kann mit einer Freiheitsstrafe von bis zu einem Jahr geahndet werden. Zusätzlich könnte ihm je nach genauem Tatablauf auch eine Anzeige wegen versuchter Körperverletzung oder Nötigung drohen.

Die Ermittlungen der Polizei Wien laufen derzeit auf Hochtouren. Der genaue Tathergang sowie mögliche weitere Straftaten werden noch geklärt. Nach der erkennungsdienstlichen Behandlung wurde der Mann in Polizeigewahrsam genommen.

Sicherheit in Wiener Casinos

Der Vorfall wirft erneut ein Schlaglicht auf die Herausforderungen, mit denen Sicherheitsmitarbeiter in Glücksspielbetrieben konfrontiert sind. Während Corona hatte sich das Glücksspiel noch ins Online-Geschäft verlagert, inzwischen kommen immer mehr Spieler wieder in örtliche Etablissements.

Gerade in den Abendstunden kommt es dann zu Zwischenfällen mit alkoholisierten Personen, die sich keinen Zutritt verschaffen können oder nach Verlusten aggressiv reagieren.

Die Wiener Casinos setzen daher auf geschultes Sicherheitspersonal, das solche Situationen deeskalierend lösen soll. Im vorliegenden Fall funktionierte die Zusammenarbeit mit der Polizei vorbildlich – die schnelle Alarmierung und das rasche Eingreifen der Beamten verhinderten womöglich Schlimmeres.

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