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Albertina feiert 250 Jahre

von Christine Khom

250 Jahre Albertina – das ist nicht nur ein Jubiläum, sondern ein guter Anlass, einen der bedeutendsten Kunstorte Wiens neu zu entdecken. 2026 rückt das Haus seine besonderen Stärken in den Mittelpunkt: die Kunst auf Papier, die Geschichte des Sammelns und ein Programm, das bewusst neue Perspektiven öffnet – allen voran mit einem klaren Fokus auf Künstlerinnen. Ganz wichtig fürs Publikum (und für alle, die ihn mindestens einmal im Leben „in echt“ sehen wollen): Albrecht Dürers „Feldhase“ wird im Rahmen von „SAMMELN FÜR DIE ZUKUNFT“ vom 19. Juni bis 11. Oktober zu sehen sein.

Ein kurzer Blick zurück: Von der fürstlichen Sammlung zum Museum

Der Ursprung der Albertina reicht ins Jahr 1776 zurück. Damals legten Herzog Albert von Sachsen-Teschen und Erzherzogin Maria Christina den Grundstein für eine Sammlung, die über Generationen gewachsen ist und heute zu den international wichtigsten Beständen an Zeichnungen und Druckgrafik zählt. Aus einer privaten Leidenschaft wurde ein Museum von Weltrang – mitten im historischen Zentrum Wiens, in einem Haus, das nicht nur Kunst zeigt, sondern auch selbst ein Stück Geschichte erzählt.

Das Jubiläumsprogramm: Drei Hauptausstellungen, drei Perspektiven

FASZINATION PAPIER – Rembrandt bis Kiefer – 11. Dezember 2025 bis 22. März 2026

SAMMELN FÜR DIE ZUKUNFT – 19. Juni bis 11. Oktober 2026

KÜNSTLERINNEN DER ALBERTINA – 30. Oktober 2026 bis 17. Januar 2027

Faszination Papier: Warum dieses Material ein eigenes Universum ist

Papier ist in der Albertina kein „Träger“, sondern ein Kosmos. Diese Ausstellung nimmt euch mit durch 600 Jahre Kunstgeschichte – von großen Namen bis zu überraschenden Objekten und Formen. Besonders schön: Es geht nicht nur um „schöne Blätter“, sondern auch um die Vielfalt des Materials selbst, von Alltagskultur bis hin zu monumentalen Positionen.

Dass das im Jubiläumsjahr passiert, ist kein Zufall: Die Albertina verwaltet eine Sammlung von über einer Million Objekten auf Papier – und zeigt hier, wie lebendig und gegenwärtig dieses Medium wirken kann.

Sammeln für die Zukunft: Wie eine Sammlung weiterwächst (und warum das spannend ist)

Diese Ausstellung schaut dorthin, wo Museumsarbeit oft unsichtbar bleibt: Wie wird gesammelt, ausgewählt, erweitert? Und wie verändert sich eine Sammlung durch neue Perspektiven, Schenkungen, Ankäufe und Forschungsarbeit?

Ganz wichtig fürs Publikum (und für alle, die ihn mindestens einmal im Leben „in echt“ sehen wollen): Albrecht Dürers „Feldhase“ wird im Rahmen von „SAMMELN FÜR DIE ZUKUNFT“ vom 19. Juni bis 11. Oktober zu sehen sein.

Künstlerinnen der Albertina: Endlich die Bühne, die lange gefehlt hat

Der dritte Programmpunkt setzt ein deutliches Zeichen: „KÜNSTLERINNEN DER ALBERTINA“ widmet sich explizit Künstlerinnen aus der Sammlung – und rückt damit Namen, Werkgruppen und Blickwinkel ins Zentrum, die in großen Museumserzählungen lange zu oft am Rand gelandet sind.

Die Sammlung: Diese Werke kennt man – und hier könnt ihr sie erleben

Die Albertina ist berühmt für ihre Meisterwerke, die immer wieder in wechselnden Präsentationen auftauchen. Zu den Publikumsmagneten zählen unter anderem:

  • Albrecht Dürer: „Der Feldhase“
  • Albrecht Dürer: „Betende Hände“
  • Werke von Rubens (Studien), Rembrandt und zentrale Positionen der Moderne (je nach Präsentation)

Das Schöne daran: Selbst wenn ihr „nur schnell“ wegen eines ikonischen Werks reingeht, bleibt man gern hängen – weil die Albertina ihre Bestände regelmäßig neu kombiniert und damit auch Altbekanntes frisch wirken lässt.

Nicht nur Stammhaus: Highlights bei Albertina Modern und Albertina Klosterneuburg

Albertina Modern: Gegenwartskunst am Karlsplatz

Die Albertina Modern (im Künstlerhaus) ist eure Adresse für Kunst ab 1945 – mit internationalem Blick und starkem Fokus auf Gegenwart und Nachkriegskunst in Österreich. Ein konkreter Tipp fürs Jubiläumsjahr (und ein sehr guter Anlass, den Standort mitzunehmen): Marina Abramović ist dort bis 1. März 2026 zu sehen.

Albertina Klosterneuburg: Zeitgenössische Bestände, Ruhe, viel Raum

Der dritte Standort ist ein echter Gewinn für alle, die tiefer in die Kunst nach 1945 eintauchen wollen. Die Albertina macht dort Teile ihrer Bestände zugänglich, die gerade nicht in Wien gezeigt werden. Die zeitgenössischen Bestände umfassen laut Albertina rund 65.000 Werke – und ein Schwerpunkt liegt auf Skulptur.

Für 2026 ist als Highlight angekündigt:
„DONATED WITH LOVE“ – 26. März bis 15. November 2026 (Schenkungen, neue Zugänge und Werke, die sonst oft im Depot bleiben würden).

Die Albertina im Jubiläumsjahr 2026

Datum: Jubiläumsjahr 2026 (Ausstellungen über das Jahr verteilt)
Ort: ALBERTINA (1010 Wien), ALBERTINA MODERN (1010 Wien), ALBERTINA KLOSTERNEUBURG (3400 Klosterneuburg)
Öffnungszeiten:

  • ALBERTINA: täglich 10–18 Uhr, Mi & Fr 10–21 Uhr
  • ALBERTINA MODERN: täglich 10–18 Uhr
  • ALBERTINA KLOSTERNEUBURG: saisonal, März–November 2026
    Eintritt (Richtpreise):
  • ALBERTINA: regulär € 19,90 (unter 19 gratis; unter 26 € 15,90; ab 65 € 15,90)
  • ALBERTINA MODERN: regulär € 17,90 (unter 19 gratis; unter 26 € 15,90; ab 65 € 15,90)
  • ALBERTINA KLOSTERNEUBURG: regulär € 9,00 (unter 19 gratis; unter 26 € 7,00; ab 65 € 7,00)

Anreise:

  • ALBERTINA/ALBERTINA MODERN: sehr gut öffentlich erreichbar (Innenstadt/Karlsplatz-Umfeld)
  • Klosterneuburg: S-Bahn/Regionalzug (S40/R40) bzw. Bus 400, danach kurzer Weg

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